08.02.2022

Volvo Cars investiert rund eine Milliarde Schweizer Franken in Stammwerk Torslanda

Zürich - Volvo Cars stellt sich für die Zukunft auf: Der schwedische Premium-Automobilhersteller investiert in den kommenden Jahren insgesamt zehn Milliarden Schwedische Kronen (rund 999,8 Millionen Schweizer Franken) in sein Stammwerk Torslanda. Neue und nachhaltige Technologien und Fertigungsprozesse machen die Produktionsstätte fit für die nächste Generation von Elektroautos. Neben der vollständigen Runderneuerung der Lackier- und Fertigungshallen werden vor Ort unter anderem eine Batteriemontage und das sogenannte Mega-Casting-Verfahren für Aluminium-Karosserieteile eingeführt.

Volvo Cars offeriert ab 2030 ausschliesslich reine Elektroautos. Die jetzt angekündigten Investitionen bereiten dafür den Weg und spiegeln zugleich das Engagement und Bekenntnis des Unternehmens für eine langfristige Zukunft in seiner Heimatstadt Göteborg wider.

«Mit diesen Investitionen machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung unserer vollelektrischen Zukunft und bereiten uns darauf vor, künftig noch fortschrittlichere und bessere Elektrofahrzeuge zu produzieren», erklärt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars. «Torslanda ist unser grösstes Werk und spielt eine entscheidende Rolle bei unserer laufenden Transformation auf dem Weg zu einem reinen Elektroautomobilhersteller bis 2030.»

Mega-Casting bringt vielfältige Vorteile

Eine der wichtigsten Neuerungen ist das sogenannte Mega-Casting, das Volvo als einer der ersten Automobilhersteller umsetzt: Es ermöglicht die innovative Fertigung von Aluminium-Karosserieteilen für die nächste Generation der Volvo Elektroautos. Grosse Teile der Bodenstruktur werden dabei als ein zusammenhängendes Aluminiumteil gegossen. Dies reduziert das Gewicht und verbessert so die Energieeffizienz und elektrische Reichweite der E-Fahrzeuge.

Die Volvo Designer profitieren zudem von zusätzlichen Freiheiten: Sie können den verfügbaren Platz in der Fahrkabine und im Gepäckraum noch besser nutzen, was die Vielseitigkeit und Flexibilität verbessert. Durch die geringere Komplexität des Fertigungsprozesses lassen sich darüber hinaus Kosten beim Materialeinsatz und in der Logistik einsparen, wodurch der gesamte ökologische Fussabdruck in den Produktions- und Lieferkettennetzwerken verkleinert wird. Mega-Casting bietet somit Vorteile in Bezug auf Nachhaltigkeit, Kosten und Fahrzeugleistung.

Modernisierte Lackiererei, neue Batteriemontage

Die Modernisierung der Lackiererei umfasst sowohl die Installation neuer Maschinen als auch die Einführung neuer Verfahren: Diese Massnahmen tragen zu einer kontinuierlichen Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen bei.

Eine neue Batteriemontageanlage wird Batteriezellen und -module direkt in die Bodenstruktur des Fahrzeugs integrieren, während die Montagehalle für die vollelektrischen Fahrzeuge der nächsten Generation umgebaut wird. Am neuen «Hochzeitspunkt» treffen die obere Karosserie und der Fahrzeugboden erstmals aufeinander und verschmelzen.

Auch das Logistikareal wird renoviert, um den Materialfluss zu verbessern und den Transport von Waren und Teilen in das Werk zu optimieren. Das Unternehmen wird auch in soziale Bereiche im und rund um das Werk wie Pauseneinrichtungen, Umkleideräume und Büros investieren, um das Arbeitsumfeld der Beschäftigten weiter zu verbessern.

«Heute ist ein grosser Tag für das Werk in Torslanda. Mit diesem Investitionspaket machen wir es fit für die Zukunft», so Javier Varela, Leiter Technik und Betrieb bei Volvo Cars. «Unsere Zukunft als Unternehmen ist vollelektrisch. Das erfordert eine Vielzahl von Modernisierungen im gesamten Werk, um sicherzustellen, dass Torslanda weiterhin Premium-Elektroautos von höchster Qualität bauen kann.»

Das Werk Torslanda ist eine der am längsten in Betrieb befindlichen Volvo Fertigungsanlagen: Es wurde im April 1964 vom schwedischen König Gustaf VI. Adolf eröffnet und war lange Zeit die grösste Einzelarbeitsstätte des Landes. Im Dreischichtbetrieb arbeiten derzeit rund 6.500 Mitarbeiter im Werk, die jährliche Produktionskapazität liegt bei 300.000 Fahrzeugen.

Hinweis an die Redaktion:

Die geplante Einführung des Mega-Castings von Aluminium-Karosserieteilen steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Landes- und Umweltgericht («Land & Environmental Court»).

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